Grundschüler schreiben einen Stadtführer
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![]() Alles kleine Buchautoren: Die 3a der Gottfried-Kinkel-Grundschule hat einen Kinderstadtplan über Oberkassel geschrieben. Das Werk geht jetzt mit einer Auflage von 200 Stück an den Start. FOTO: Max Malsch |
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| Eigentlich wollte die 3a der Gottfried-Kinkel-Grundschule
ja nur einen Stadtplan für Kinder zusammenstellen. Aber dann
wuchs das Projekt zu einem richtigen Buch heran Stolz streicht Elke Buttgereit, Klassenlehrerin der 3 a der Gottfried-Kinkel-Grundschule, über den grauen Einband eines kräftigen Büchleins in ihrer Hand. „Vier Monate Arbeit stecken hier drin", seufzt sie auf. Arbeit, die so ursprünglich nicht geplant war: „Wir wollten eigentlich nur einen Kinderstadtplan Oberkassels erstellen. Je weiter wir kamen, desto großer wurde das Projekt. Ehe wir uns versahen, schrieben wir schon an einem Kinderstadtführer", so Buttgereit. Alles begann damit, dass vier Schulpraktikantinnen den Pänz das Oberkasseler Straßennetz vorlegten und sie beauftragten, wichtige und interessante Ortsmarken einzuzeichnen und eine eigene Symbolsprache zu erfinden. Während der Recherchen tauchten die Kinder immer tiefer in die Geheimnisse ihres Ortes ein. Was hat die Basaltstraße mit Steinen zu tun? Woher stammt der Name Adrianstraße? Das neue Wissen wollte man nicht einfach für sich behalten und entschied sich, es weiter auszuarbeiten und für den Klassenverband und Freunde schriftlich festzuhalten. „Eins ergab das andere, immer mehr Oberkasseler zeigten sich begeistert von unserer Idee und griffen uns ideell wie finanziell unter die Arme", so Buttgereit. 26 Kinder strömten in die Stadt aus, um Geschichte in unzähligen Gesprächen und Interviews greifbar zu machen. Moritz (8) und Marc (9) statteten dem neuen Polizeipräsidium einen Besuch ab. „Wir mussten unsere Fragen vorher per E-Mail zur Polizei schicken", staunt Moritz noch immer. Das ganze sei sehr aufregend gewesen, schwärmt Marc. Auch Annika (9) hatte den größten Spaß bei den Geschäftsbesuchen. Rund 70 Geschäfte sowie 14 Restaurants standen auf der langen Besuchsliste, und fast alle Geschäftsleute griffen den Kindern bei ihrem Projekt mit einer kleinen Spende unter die Arme. |


