Jungengruppe

An der Gottfried Kinkel Grundschule haben wir zwei Jungengruppen ins Leben gerufen. Jungenarbeit ist gesetzlich im SGB VIII und im Kinder- und Jugendfördergesetz NRW festgeschrieben. Dabei werden wir von unserem Schulsozialarbeiter Herrn Schröder unterstützt.

Viele Grundschulen sind vom pädagogischen Personal her weiblich geprägt. Jungen fehlen Vorbilder und vor allem der Raum, sich frei entwickeln zu können, ihren Bewegungsdrang auszuleben und ‚Gefühle’ und ‚Schwäche’ zeigen zu dürfen.

Die beiden Gruppen sind nach Jahrgängen 1/2 und 3/4 getrennt und bestehen aus ca. 8 Kindern. Dabei bauen wir mit den Jungen durch Übungen der Schulerlebnispädagogik ein Gemeinschaftsgefühlt auf und die Erkenntnis ‚Gemeinsam sind wir stark und haben mehr Freude’. Dabei verlassen wir auch mal das Schulgebäude und nutzen die Natur im Bürgerpark, um uns auszutoben oder in der Natur zu spielen und zu arbeiten. Dabei versuchen wir immer wieder mit den älteren Kindern die männlichen Rollenbilder zu reflektieren und Rücksichtnahme einzuüben (Coolness-Training). Weitere Aspekte sind, den Jungen Freude an Schule zu vermitteln und Verantwortung für schulische Aktivitäten zu geben.

 

 

Wirkungsziel

Die Jungen sollen soziale Regeln erlernen und trainieren, ihr Rollenbild reflektieren und gleichzeitig ihren Bewegungsdrang ausleben können. Dies soll die alltägliche Unterrichtssituation entspannen und die Jungen in ihrer Persönlichkeit fördern.

Handlungsziele

1.1 Die Jungen sollen spielerisch anhand von Übungen Team- und Konfliktfähigkeit erlernen.
1.1.1 Indikator: Die Jungen nehmen aufeinander Rücksicht.
1.1.2 Indikator: Konflikte werden verbal ohne Beleidigungen ausgetragen.
1.1.3 Indikator: Die Jungen beachten soziale Regeln.

1.2 Die Jungen sollen ihre eigenen Grenzen und die der anderen akzeptieren und verstehen lernen.
1.2.1 Indikator: Die Jungen beachten die Grenzen der anderen und nehmen aufeinander Rücksicht.
1.2.2 Indikator: Die Jungen wenden das ‚Stopp-Zeichen’ an.

1.3 Den Jungen soll ein Schutzraum geboten werden, in dem sie ihr Rollenverständnis ausleben können und sie über Vorbilder reflektieren können.
1.3.1 Indikator: Die Jungen haben Vertrauen zu den anderen Jungen und ‚reden offen’.
1.3.2 Die Jungen reden offen über ihre Vorbilder.
1.3.3 Indikator: Die von Vorbildern geprägten Ansprüche weichen realistischen Vorstellungen.
1.3.4 Indikator: Die Jungen probieren sich auch in vermeintlich weiblichen Aktivitäten aus, wie z.B. Kochen und Backen.

1.4 Die Jungen sollen in ihrer Identitätsfindung unterstützt werden.
1.4.1 Indikator: Die Jungen sind selbstbewusst und gehen auch selbstbewusst mit eigenen Schwächen um.

Konzept: Inhalt, Methoden und Abläufe

1. Befindlichkeitsrunde: Die Jungen geben anhand eines Daumensignals ihre aktuelle Befindlichkeit an.
2. Bewegungsrunde (evtl. Motorikraum)
3. a) Die Jungen erhalten bestimmte Aufgaben, die z.T. Elemente eines Coolness-Trainings sind. Diese sollen spielerisch gelöst und sie als Team zusammenwachsen lassen.
b) Die Jungen kochen, backen und basteln unter Anleitung einer männlichen Person zusammen.
c) Die Jungen kämpfen nach Regeln miteinander.
d) Die Jungen machen ein Quiz, um ihr Wissen aneinander zu messen.
e) Die Jungen reflektieren anhand bestimmter Medien Rollenbilder und beurteilen diese.
f) Die Jungen übernehmen Aufgaben im Schulleben (Schulhof säubern u.a.).
g) Wir snoozeln im Ruheraum.
4. Reflexionsrunde/ ‚Cool down’
Die Jungen geben eine Rückmeldung zur Stunde.

Zeitlicher Umfang

Eine Schulstunde in der Woche

Leiter der Jungengruppe

Herr Schröder und Herr Eberhard

 

Info Informationen zum Download

 


Termine

22. Jan. 2018:
Hospitationswoche Studienseminar Bonn Lehramtsanwärter

22. Jan. 2018:
Großteam inklusive ganztägige Bildungseinrichtung

26. Jan. 2018:
Monatsfeier

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